Die Geschichte des A.P.E.-Cache-Projektes

Anlässlich des 20. Geburtstages des A.P.E.-Projektes, das entstand, als Geocaching gerade mal das Laufen gelernt hatte, gestaltete ich im Mai 2021 eine Cachereihe von 14 Caches, die inhaltlich die A.P.E.-Caches vorstellten.
4 Jahre später war es an der Zeit, die Caches zu archivieren. Um aber die Geschichte dieser ganz besonderen Cachereihe nicht wieder in Vergessenheit geraten zu lassen, habe ich sie hier aufgeschrieben.
Einleitung
20th Century Fox Filmstudios suchte eine ausgefallene Werbung, um die Neuauflage des Kinofilms „Planet der Affen“ zu promoten.
Eine Werbeagentur namens i-traffic hatte dann die Idee, das neue Reality-Spiel Geocaching für die Werbung zu nutzen. So erhielt der Mitbegründer von Geocaching, Jeremy Irish, aus heiterem Himmel eine E-Mail der Werbefirma mit dem Vorschlag, gemeinsam eine Werbekampagne für den “bevorstehenden Kinostart“ zu machen.
Groundspeak hatte großes Interesse, Geocaching bekannt zu machen. Und so kam es zu der Kooperation der beiden Firmen.
20th Century Fox entwickelte eine Nebenhandlung für die Caches, die nichts mit dem Film selbst zu tun hatten. Die Handlung drehte sich um eine Rebellengruppe, die die Theorie der alternativen Primatenevolution (A.P.E.) aufdecken wollte. Um diese Theorie zu beweisen, versteckte die Gruppe Artefakte auf der ganzen Welt (A.P.E.-Caches). Vereinfacht gesagt: Filmbezogene Gegenstände wurden in eigens dafür angelegte Verstecke abgelegt.
Der Erstfinder konnten diese Originalgegenstände aus dem Film als FTF-Preis behalten.
Mithilfe der neuen Online-Gaming-Technologie "Geocaching" veröffentlichte die offizielle Website des Films (www.projectape.com) jeden Freitag neue Koordinaten, mit denen der Standort des neuesten versteckten Caches ermittelt werden konnte.
Der Wettbewerb lief 13 Wochen lang und bot 13 glücklichen Cachern die Chance, als Erste exklusive „Affen“-Fanartikel zu gewinnen. Zusätzlich verloste die Website außerdem jeden Freitag ein Garmin eTrex GPS-Gerät an einen zufällig ausgewählten Gewinner.
In jedem Cache war ebenfalls eine Einwegkamera vorhanden und es gab die Bitte, dass die Cachefinder Fotos mit dieser Kamera von sich oder der Umgebung aufnehmen sollten.
Zwischen Mai und August 2001 wurden über einen projectAPE-Account 14 Project-APE-Caches in großen Munitionskisten in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien an Orten versteckt, die 20th Century Fox ausgewählt hatte.
Jeremy Irish suchte mit Hilfe von Abfragen der Geocaching Datenbank die aktivsten Geocacher in diesen Regionen und kontaktierte sie persönlich, um herauszufinden, ob sie Interesse hatten mitzumachen. Bei Zustimmung meldete sich ein Vertreter von Fox Studios, und es begann ein Gespräch über Lage, Größe und weitere Anweisungen für den Cache. Fox hoffte, die Caches möglichst nah an Stadtzentren zu verstecken, um eine möglichst hohe Beteiligung an der A.P.E.-Suche zu erreichen. Angesichts der damaligen Anzahl an Geocaches konnte „stadtnah“ jedoch eine Fahrt von Dutzenden, wenn nicht Hunderten von Kilometern bedeuten. Natürlich bestand das Risiko, dass die Box, die man durchaus als groß einstufen konnte, umso leichter zu finden war, je näher sie an einer Siedlung lag. Damals gab es noch nicht viel Erfahrung mit dem Verstecken von Geocaches in belebten Gebieten.
Sobald Fox den Standort genehmigt hatte, konnte der Geocacher auf die Lieferung eines Kurierdienstes warten, der den Cache und seinen Inhalt von Fox zum Verstecker brachte. Dann musste der Cacher die schwere, große Box in den Wald schleppen und konnte nur hoffen, dass niemand vorher den Cache finden würde.
Das Verstecken war eine große Ehre, aber auch eine anonyme Angelegenheit. Die Caches wurden unter dem Code des Project A.P.E. veröffentlicht, und es war dem Verstecker nicht gestattet, im Voraus Tipps zu geben.
Es gab nur wenige Enthusiasten, und die Nachricht verbreitete sich schnell durch Mundpropaganda. Die Verstecker mussten also so tun, als wüssten sie nichts von dem Cache.
20th Century Fox hielt die Veröffentlichung der Geocaches streng geheim, was die Geocacher zusätzlich anheizte. Sobald ein neuer Cache angekündigt wurde, erschien ein vager Hinweis auf der Seite, der besagte, dass sich der nächste Cache in einem Bundesstaat befand, dessen Name z. B. mit I, T oder K begann. Eine Karte war ebenfalls enthalten. Eine Woche später folgte ein weiterer Tipp, der lauten könnte: „Der Cache ist in einem Bundesstaat versteckt, der an ein großes Gewässer grenzt.“ Auch hierfür gab es eine neue Karte. Schließlich enthielt der letzte Tipp die Koordinaten des Caches.
Jedem Cachenamen wurde eine Missions-Nummer vorangestellt. Bei der Nummer 10 fand eine Aufteilung in 10a und 10b statt.
Jede Woche wurde ein anderer Cache mit seinen Koordinaten gepublisht.
Die 14 Caches bekamen von Groundspeak ein eigenes Icon.
Die Regelung zwischen Groundspeak und 20th Century Fox sah vor, dass gemuggelte Caches nicht mehr ersetzt werden.
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Der Originalcache „Mission 1: Devil's Spoon“ wurde in einem Park in Nordkalifornien in einem Gebüsch direkt am Weg versteckt. Enthalten war als Film-Artefakt ein schwarzer Metalllöffel mit Authentifizierungszertifikat.
Im Listing gab es folgende Beschreibung:
Ich verrate den Park nicht, aber sobald du ihn erreicht hast, suche nach ‚Rock City‘ und dem ‚Uplands Picnic Area‘. Starte die Wanderung direkt dort.
Die Wanderung selbst dauert etwa eine halbe Stunde, sobald du aus dem Auto steigst. Der Weg ist gut markiert, hat aber einige ziemlich steile Anstiege, die deinen Puls in die Höhe treiben werden.
Der Erstfund erfolgte am 25.05.2001.
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Bereits der Zweitfinder beklagte sich, dass
„außer dem Logbuch, der Kamera und dem Erklärungsblatt nichts weiter vorhanden war.
Ich hätte gedacht, dass 20th Century Fox ein paar mehr Goodies beigelegt hätte.“
Nach einem Monat und 8 Funden war der Cache gemuggelt worden und somit Geschichte.
Folgende Notiz gab es zum Abschluss:
Während einer routinemäßigen Aufklärungsoperation konnten unsere Informanten in der Bay Area das Versteck nicht wiederfinden. Offenbar haben die Behörden das Versteck nun aufgespürt und entfernt. Es befindet sich vermutlich bereits in den forensischen Laboren und wird routinemäßig analysiert. Natürlich werden sie nichts finden. Da der Standort jedoch kompromittiert wurde, stufen wir das Gebiet für zukünftige Aktivitäten des APE-Projekts als instabil ein. Wir danken allen Feldagenten aus der Bay Area, deren Einsatz Mission 1 zum Erfolg geführt hat.
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Am 31. Mai 2006 wurde zur Erinnerung an die „Project A.P.E.“-Serie an gleicher Stelle ein Tradi mit dem Titel „Return to Planet of the Apes“ gelegt, der auch aktuell noch gefunden werden kann. |
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Der Originalcache wurde am 31. Mai 2001 aktiviert.
Versteckt war die große Ammo-Box in der Nähe des Ufers des Multnomah Kanals auf Sauvie-Island (daher wahrscheinlich auch der Cachetitel „Mission 2: Club Suave“) nördlich von Portland.
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Beschrieben war die Position des Caches so:
Wenn du auf dem Wasser unterwegs bist, lege einfach dein Boot an und du wirst einen kurzen Spaziergang zum Cache haben.
Wenn du zu Fuß unterwegs bist, stelle dich auf eine 30- bis 45-minütige Wanderung ein.
Der Cache ist an einem Weg ohne Namen versteckt, so dass es schwierig sein könnte, die genaue Stelle zu finden. Viel Glück.
Der Erstfund erfolgte am 01. Juni 2001 durch den Cacher, der den weltweit ersten Cache versteckte.
Interessant ist, dass er auf den online-Logeintrag verzichtete, warum auch immer. Doch das Filmartefakt nahm er wohl mit. Es war wahrscheinlich eine Keule (Club).
Auch der zweite A.P.E.-Cache war nach einem Monat und 8 Logeinträgen gemuggelt worden und somit Geschichte. |
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Der Originalcache „Mission 3: Grahm's Link“ wurde am 31. Mai 2001 im Norden von New York City in einem Waldstück namens Graham Hills zwischen mehreren Verkehrsknotenpunkten aktiviert. Bis zum 08. Juni wartete die Ammobox darauf, erstmals geöffnet zu werden. Dann waren es gleich zwei Cacher, die den Cache im Abstand von 5 Stunden entdeckten. |
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cache_ninja nahm das unbekannte Artefakt aus dem Filmfundus mit, excession ließ ein paar andere Sachen da. Zur Auswahl standen neben APE- Münzen zum Film Fotokarten und andere Souvenirs.
Nach 14 Monaten und 29 Logeinträgen war Mission 3 im November 2002 nicht mehr auffindbar.
Eigentlich hätte er archiviert werden müssen, doch der Cacher Planet bemühte sich um eine Adoption und erhielt sie von Jeremy Irish.
Nach Änderung der Cacheart auf Tradi und einer Namensänderung erschien am 11. Januar 2003 an gleicher Stelle der Folgecache „Return of the Planet of the Apes“ mit einem neuen Listing, der auch heute noch gefunden werden kann.
Da die gleiche Cache-Seite verwendet wurde, sind alle Logeinträge des ursprünglichen A.P.E.-Caches erhalten geblieben. |
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Der Originalcache „Mission 4: Southern Bowl“ wurde am 14. Juni 2001 im brasilianischen Bundesstaat São Paulo aktiviert.
Erstmals wurde mit dieser Mission 4 ein Artefakt von „abtrünnigen“ Menschen außerhalb der USA im tropischen Regenwald Brasiliens versteckt.
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Erst einen Monat nach dem Verstecken gab es den ersten Fund durch einen brasilianischen Neucacher.
Das Artefakt aus dem Film "Planet der Affen" war eine Schale, die in der großen Ammo-Box als Preis auf den Erstfinder wartete.
Im Sommer 2004 wurde der Cache archiviert, nicht weil er verschwunden war sondern weil er 3 Jahre nicht gesucht wurde.
Außerdem fingen die Cacher an, ihn wahllos zu protokollieren und so kam es zu Kommentaren und Beschwerden.
Über ein Jahr später wollten zwei US-Cacher diesen A.P.E.-Cache besuchen und baten den zuständigen Reviewer, den Cache zu reaktivieren. Tatsächlich hatten sie Erfolg und so konnte „Mission 4: Southern Bowl“ seit dem 18.11.2005 wieder gefunden werden.
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Von Juni 2011 bis August 2017 war der Cache sogar der einzige verbliebene aus der „Mission A.P.E.“-Serie.
Während es 2011 noch ein echtes Abenteuer war, um diesen A.P.E.-Cache in Brasilien zu erreichen, kann heute der Besuch pauschal gebucht und das Erlebnis mit einer Reisegruppe geteilt werden.
Mission 5: Fork in the Canyon
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Der Originalcache „Mission 5: Fork in the Canyon“ wurde am 21. Juni 2001 in Kalifornien in den Bergen nordöstlich von Los Angeles aktiviert.
Der FTF-Eintrag erfolgte am 27. Juni, drei weitere folgten in der gleichen Woche. Einen Monat später wurde er nach weiteren drei DNFs archiviert.
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Es war aufgrund einer unverständlich schlechten Einmessung der Cache mit den meisten DNFs.
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Der Originalcache „Mission 6: Asian Arms“ (GCDF3) wurde am 28. Juni 2001 im Großraum Tokio aktiviert. Er befand sich nicht im offenen Gelände sondern in einem Gebäude. Die etwas kryptische Wegbeschreibung im Listing erwähnt eine Tür mit einem Affensymbol und einer Telefonnummer, mit der ein Pförtner anzurufen war. Dieser zeigte dann den Cache. |
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Am 30. Juni fand ein Japaner mit dem Nick horiken den Cache erstmals. Es blieb sein einziger Fund.
Ob er die im Cache befindliche Handkeule aus dem Film überhaupt bekam, ist ungewiss, denn am 16. August 2001 schrieb er einen nachträglichen Fundlog, in dem steht:
"Ich habe am 30. Juni den Cache gefunden und ich erhielt das Recht, den Hauptpreis zu erhalten.
Sie sagten, dass die Requisite in Shibuya ausgestellt ist und ich sie nach Abschluss der Ausstellung erhalte. Die Ausstellung wurde am 29. Juli beendet. Aber ich habe die Handkeule noch nicht erhalten."
Der zweite und gleichzeitig letzte Finder war am 5. August 2001 der Australier P3sKy_Geomonkey aus New South Wales.
Eine normale Archivierung erfolgte nicht – der Cache verschwand einfach.
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Der Originalcache „Mission 7: Crab Creek“ (GCEF7) wurde am 05. Juli 2001 nördlich von Washington D.C., Maryland, aktiviert.
Um zum Cache zu gelangen, war eine etwa 20-minütige Wanderung durch den Wald auf einem unebenen Pfad notwendig. Schon im Listing wurde auf eine größere Ungenauigkeit der Koordinaten hingewiesen. |
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Am 08. Juni 2002 adoptierte das Cacherteam Dep&Uno&Co diesen A.P.E.-Cache und betreute ihn später zusammen mit 2Wheel'in.
Am 30.09.2006 loggte peter0224:
Was, ein DNF für einen großen und beliebten Cache. Nun ja, ich werde einen DNF protokollieren, nicht weil ich den Cache nicht finden konnte, sondern weil der Cache irgendwann am Samstagmittag gestohlen wurde. Ich weiß, dass es gestohlen wurde, weil ein lokaler Cacher am späten Samstagabend für mich den Cache überprüft und bestätigt hat, dass der Cache verschwunden ist. Ich bin wirklich wütend, weil ich den ganzen Weg von Albany, NY, angereist bin, um diesen Cache zu finden, ihn aber nur um ein paar Stunden verpasst habe. Vielen Dank an die Cacher, die diesen Cache pflegen; Ich weiß, dass dieser Cache hier sein wird, wenn ich zurückkomme.
In den Tagen darauf gab es eine rege Diskussion zur Ersetzung des Caches.
Doch den Originalcache durch eine andere „große“ Munitionsdose zu ersetzen, bringt nicht die Besonderheit zurück, es wäre nicht das Original.
So gab es mit der Archivierung am 05.10.2006 weltweit nun nur noch 2 aktive A.P.E.-Caches. |
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Der Originalcache „Mission 8: Wattle’s Edge“ (GC1058) wurde in Burwood, einem Vorort von Melbourne, Australien, im Wattle Park unter einem kleinen Asthaufen am Fuße eines Baumes versteckt und am 12. Juli 2001 aktiviert.
Aus dem Listingtext zitiert:
„Die Gegend, in der wir den Cache platziert haben, ist bekannt für ihr empfindliches Gleichgewicht zwischen historischen Gebäuden, von Menschenhand geschaffener Landschaft und natürlichem Busch.
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Es sind Reste vieler einheimischer Bäume zu sehen, darunter Manna Gum, Black Wattle und Swamp Paper-Bark. Im gesamten Gebiet gibt es auch einheimische Gräser und Wildblumen wie Känguru- und Wallaby-Gras. Zu den hier vorkommenden Vögeln gehören Lappenvögel, Kookaburras und Galahs.“
Die Länge der Wanderung variiert je nach Ausgangspunkt. Es braucht keine Schaufel, aber ein scharfes Auge, um den Cache zu erkennen.“
Den FTF machte Quasar am 14.07.2001 gegen 13.30 Uhr.
Im Cache fand er ein seltsam geformtes Messer aus dem Fundus des Films.
Nach immerhin 14 „Found it“-Einträgen war der Cache nach dem 03. Oktober 2001 verschwunden.
Aus einem DNF-Log:
Der Cache befand sich früher neben einem Baum und war mit Ästen bedeckt. Die Äste liegen jetzt überall im hohen Gras verstreut, ohne dass man eine Spur vom Cache sieht. Ein trauriges Ende für einen der meistbesuchten Caches in Victoria.
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Mission 9: Tunnel of Light
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Der Originalcache „Mission 9: Tunnel of Light“ (GC1169) wurde am 18. Juli 2001 ca. 60 Meilen südöstlich von Seattle im Iron Horse State Park aktiviert. Moun10Bike und Jeremy Irish waren die ursprünglichen Verstecker des Caches, aktuell ist Moun10Bike der Cacheowner.
Als der Cache platziert wurde, enthielt er als FTF-Preis eine Fackel aus dem Requisitenfundus des Films. |
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 Der Cacher Avalanche mit seinem FTF-Preis. |
Im Originallisting wird der Weg zum Cache so beschrieben:
„Diese Mission wird nicht einfach sein, aber ihr werdet ein großes Abenteuer erleben. Ihr müsst ein gutes Paar wasserdichte Stiefel oder ein altes Paar Turnschuhe tragen. Eine Taschenlampe ist notwendig, auch wenn ihr tagsüber geht.
Dies ist ein gruseliger, historischer und sehr cooler Ort. Seid bereit für eine einzigartige Wanderung.“
Ende Juli 2006 wurde die erste Geocoin in einer Auflage von 1000 Stück zum "Project A.P.E." gemünzt.
GeocacherInnen, die mindestens einen der zu jener Zeit noch existierenden A.P.E.-Caches (grüne Edelsteine) gefunden hatten, konnten eine der 300 Coins der Goldedition kaufen.

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Fast 10 Jahre lang konnte GC1169 ohne nennenswerte Störungen von der Cacher-Community gesucht und gefunden werden.
Ab 2010 gab es jährlich sogar ein großes Event in Verbindung mit dem Besuch dieses Caches mit dem von vielen so sehr begehrten Icons.
Das erste dieser Events war wahrscheinlich auch der Auslöser, dass am 1. Juli 2010, dem Tag vor der Going APE-Veranstaltung, der Deckel des A.P.E.-Caches, an dem kurz zuvor eine „2010 Going APE Geocoin“ in der antikgoldenen GeoWoodstock-Edition angebracht worden war, gestohlen wurde.
Schnell gab es eine Notreparatur doch am 10. Juni 2011 kam die Ammobox dann vollständig abhanden, was vereinbarungsgemäß dazu führte, dass der Cache archiviert wurde.
Dafür erschien am 18.07.2011 an gleicher Stelle der Ersatzcache „Mission 9: Tunnel of Light Reclaimed“ (GC300N0). Er bot in den folgenden Jahren den Fixpunkt für weitere MEGAs “Going APE”.
Im April 2016 wurde bei einem Treffen von Geocachern im HQ in Seattle die Idee geboren, nach dem verschwundenen Cache zu suchen, denn es gab die Vermutung, dass eine so große Box nicht über Kilometer weggetragen sondern nur an anderer Stelle versteckt wurde.
Am 01. Oktober 2016 beteiligten sich dann 10 Geocacher an dieser Suchaktion.
Das Unglaubliche wurde Realität – die Ammobox fand man tatsächlich etwa 90 m hügelabwärts im Gebüsch in einem bemerkenswert guten Zustand.
In einer vom HQ vorbereiteten Online-Umfrage ab Ende 2016 stimmte die Cacher-Community für eine Reaktivierung des A.P.E.-Caches „Mission 9: Tunnel of Light“.
Diese erfolgte dann am 19. August 2017 anlässlich des 8. „Going APE“-Events in Washington.
So gibt es also seit Sommer 2017 wieder zwei aktive „Mission A.P.E.“-Caches zu finden.
Wir hatten am 16. August 2022 das Glück, gemeinsam mit Silacre, einem französischen Cacher, unser Abenteuer "Tunnel of Light" zu starten.
Unser 21.153. Logeintrag berichtet von diesem Erlebnis:
Pünktlich um 9.00 Uhr ging es von unserem Motel aus los und eine Stunde später standen wir vor dem Tunnelanfang.
4 dunkle Kilometer lagen vor uns. Dabei hatten wir nur eine kleine Taschenlampe, denn eigentlich wollten wir den einen von 2 noch existierenden A.P.E.-Caches von der anderen Seite aus erreichen, um nicht durch den Tunnel gehen zu müssen.
Doch dieser Wanderweg war gesperrt und im Nachhinein müssen wir dankbar dafür sein, denn uns wäre ein unvergessliches Erlebnis verloren gegangen.
Das Licht am Ende des Tunnels sahen wir die ganze Zeit, doch erst mit dem letzten km wurde der helle Fleck immer größer.
Nach ca. einer Stunde Laufzeit hatten wir es geschafft. Nun lagen nur noch rund 750 m vor uns, um den legendären A.P.E.-Cache zu entdecken.
Vor Ort angekommen, brauchten wir nicht zu suchen, denn andere Cacher waren schon vor uns da und so war Anstehen angesagt.
Schließlich konnten auch wir die alte, große Ammobox und deren Inhalt bestaunen, in den Tüten stöbern, loggen, unsere Coinkopie "Annual Championship Germany 2006 Geocoin" ablegen und anschließend alles wieder ordentlich einpacken, denn nach uns kam überraschend kein anderer Cacher.
Nach dem Loggen gegen 12.00 Uhr blieb natürlich ein blaues Herz zur Erinnerung und als Dank vor Ort. Dann ging es weiter zum Tradi "The Iron Horse Express".
Vielen Dank für die Cachegestaltung, das Suchen und Wiederfinden der verschwundenen Box sowie die erneute Aktivierung sagt Team Compubaer aus Deutschland.
Special Mission: PLANET OF THE APES Premiere!
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Der Originalcache „Special Mission: PLANET OF THE APES Premiere!“ (GC1168) wurde in Vorbereitung der Weltpremiere des Films am 18. Juli 2001 in New York im Central Park aktiviert. Neben anderen Filmsouvenirs waren zwei Tickets für die Weltpremiere von PLANET OF THE APES am 23. Juli um 19:30 Uhr im Ziegfeld Theater in New York als FTF-Preis im Cache. Der normale Filmstart war dann am 27. Juli 2001. |
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Bereits am Morgen des 19. Julis holte sich der seit November 2000 aktive Cacher cache_ninja den FTF und damit auch die beiden Kinokarten.
Er war übrigens auch der Erstfinder beim Originalcache „Mission 3: Grahm's Link“.
Nach weiteren 3 Besuchen in den nächsten drei Tagen war auch dieser „Project A.P.E.“-Cache leer geräumt. 14 Tage später war die große Ammobox zwar immmer noch da, doch wohl bald darauf verschwunden.
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Mission 10a: River Bearer
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Der Originalcache „Mission 10a: River Bearer“ (GC12AC) wurde am 27. Juli 2001 nördlich Atlanta, Georgia am Ufer des Chatthoochee Rivers aktiviert. Enthalten waren als Artefakt zwei kleine Tontöpfe, die mit einem Holzrahmen und einem Griff verbunden waren, verschiedene Affenmünzen und andere Souvenirartikel.
Der Cache konnte aus mehreren Richtungen erreicht werden, entweder mit einem schönen, einfachen Spaziergang oder durch hohes Gras und Büsche. Je nach Richtung war es leicht oder schwer, ihn zu finden. |
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Schon am ersten Tag fanden ihn mehrere Geocacher.
In den Logeinträgen wurde immer wieder die ungewöhnliche Größe des Cachebehälters erwähnt.
Über 15 Monate lang konnte der Cache gesucht werden, doch im November 2002 war er dann verschwunden und wurde schließlich archiviert.
Mission 10b: Meridian Snake
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Der Originalcache „Mission 10b: Meridian Snake“ (GC12AD) wurde am 27. Juli 2001 an der südlichen Peripherie Londons aktiviert. Enthalten war als Artefakt ein Dolch, weiterhin ein T-Shirt, Bücher und andere Souvenirartikel.
Die beiden Missionen 10a und 10b erschienen am gleichen Tag zur Feier des normalen Filmstarts in den USA am 27. Juli. In diesem Cache waren zusätzlich zwei Tickets für die Weltpremiere in Europa von „PLANET OF THE APES“ am 14. August 2001.
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Insgesamt wurde die Ammobox in 8 Monaten von 15 Cachern entdeckt und geloggt.
Zur Erinnerung an das einzige britische Project A.P.E.-Abenteuer wurde an gleicher Stelle im März 2006 ein Tradi mit dem Titel „Meridian Snake: The Project A.P.E. project“ platziert, den immerhin bis April 2013 rund 200 CacherInnen fanden.
Im Herbst des gleichen Jahres folgte ein zweiter Erinnerungscache namens „In Memory of Meridian Snake:Project APE“ (GC4QEHQ), der auch heute noch die Stelle des einzigen europäischen Project A.P.E.-Caches zeigt.
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Mission 11: Tallow's Sand
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Der Originalcache „Mission 11: Tallow's Sand“ (GC1412) wurde am
03. August 2001 südlich von Brisbane in New South Wales, Australien in Strandnähe aktiviert. Es war der Cache mit der kürzesten Lebensdauer,
nur zwei Funde am ersten Tag und zwei Tage später war er bereits weg. So gibt es von diesem Cache auch nicht viel zu berichten. |
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Der Originalcache „Mission 12: Blind Canal“ (GC1596) wurde am 10. August 2001 am Illinois/Michigan Kanal südwestlich von Chicago aktiviert. Markwell, Geocacher seit März 2001, von Mai 2003 bis Juli 2020 Reviewer im Bundesstaat Illinois, war der ursprüngliche Verstecker des Caches und wurde später dessen Owner.
Enthalten war als Artefakt ein Geschirr, Münzen, weiterhin ein T-Shirt, Bücher und andere Souvenirartikel. |
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Der Cacher robamy fand den Cache zusammen mit seinem Freund noch am Verstecktag.
Mehrere Jahre lang kümmerte sich Markwell um diesen Cache und gestaltete sogar eine eigene Webseite zum „Project A.P.E.“.
Vor allem 2005 und 2006 hatte er als einer der 4 letzten A.P.E.-Caches viele Besucher.
Es wird erzählt, dass sogar Außerirdische diesen Cache besuchten, jedenfalls sollen umbaranische Zeichen in einem Logeintrag gefunden worden sein.
Doch nach 517 Founds war die große Ammobox nach dem 12. September 2006 verschwunden und wurde am 22. Oktober archiviert.
Das ist also die Geschichte des legendären A.P.E.-Cacheprojektes. (Fotoquellen: aus Logs der Finder von A.P.E.-Caches.) |
Auch unsere Erinnerungsreihe war ein Erfolg, das bezeugen jedenfalls die 84% Favoriten/Premium-Logeinträge beim Bonuscache, der hier links zu sehen ist.
Das rechte Foto zeigt unser Souvenirbanner für jeden Cacher, der alle Spuren der A.P.E.-Caches gefunden hatte!
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