Neue Medien im Unterricht einsetzen erfordert neues Handeln!

“Die neuen Medien sind die konsequente Fortentwicklung der traditionellen Medien.
Der Vorteil der neuen Medien liegt zuerst einmal nur darin, dass die traditionellen analogen Medien Schaubild, Poster, Wandkarte, Dia, Film und Video zu digitalen Medien verschmelzen und mit einem einzigen Gerät, wie dem elektronischen Overhead-Projektor (Beamer), präsentiert werden können.
Damit verschmelzen auch die Didaktiken zu den einzelnen Medien zu einer einzigen Mediendidaktik.

Ein weiterer Vorteil neben der Reduzierung des notwendigen Geräteparks ist die Interaktivität der Mediennutzung.
So hat z.B. die Diasammlung mit über 1000 Bildern eines Faches wie Erdkunde spielend auf einer einzigen CD-ROM Platz. Bei Verwendung der richtigen Software ist damit jedes Bild mit wenigen Mausklicks erreichbar. Eine Kopie der CD-ROM erschließt die Diasammlung auch zu Hause für die Vorbereitung des Unterrichts.

Die digitalen Medien werden sowohl die Unterrichtsvorbereitung als auch die Präsentation im Unterricht grundlegend verändern.” (nach Robert Roseeu)

“Multimedia - Was ist das?
Die Frage ist notwendig, versteht doch jeder etwas anderes darunter.
Für die einen ist es eine streng geordnete Sammlung von verschiedenen Materialien, deren Elemente interaktiv abgerufen werden können, für andere ist Multimedia ein Programm zum Selbststudium (CBT = Computer Based Training), wieder für andere ist es ein durch Hyperlinks total vernetztes Informationsangebot wie ein Lexikon mit Querverweisen, wieder für andere ist wichtig, dass ein Thema (mit Hilfe eines Autorensystems) mit Animationen und einem besonderen Layout ausgestattet ist oder dass es den Charakter eines Spiels hat.”
(nach R. Roseeu)

Multimedia ist die Verknüpfung verschiedenster Medien zu einer interaktiven Applikation.
Zur Umsetzung wird ein leistungsfähiges Autorensystem benötigt

 

Projektarbeit - der didaktische Rahmen für die neuen Medien

Wenn die neuen Medien wirklich Neues bieten, so wird sich dies sowohl auf die Didaktik als auch auf die Methodik stark auswirken.
Informationsverarbeitung, Handlungsorientierung und Präsentation sind didaktische Ansätze mit unterschiedlichem Akzent auf Inhalt, auf Kommunikation und Selbstfindung, und schließlich auf Ergebnisformulierung und Feedback.
Gemeinsam ist die Projektorientierung. Projekte unterstützen die individuelle Entwicklung der Schüler besonders nachhaltig, sie wirken deshalb insbesondere auch erzieherisch. Der Lehrer hat durchweg beratende und bewertende Funktion. Letzteres bereitet Lehrern große Probleme. Wie soll der handwerkliche Umgang mit den neuen Medien gerecht beurteilt werden.

Der Erwerb nachfolgender vier Kompetenzen steht im Mittelpunkt der Arbeit mit neuen Medien:
Soziale Kompetenz, Persönlichkeitskompetenz, Methodenkompetenz, Fachkompetenz.
Damit werden "Wissensräume" in "Kompetenzräume" umgewandelt.

Was ist mit den 4 Kompetenzen gemeint?
Zitat aus der SZ vom 26.2.1994: "Abschied vom lehrerzentrierten Unterricht" von Christian Kvech:

1. Soziale Kompetenz:
In Lern- und Arbeitsgruppen oder Projektteams mit wechselnder Zusammensetzung sich ergebnisorientiert verhalten und Gruppeninteressen in den Vordergrund stellen können.

2. Persönlichkeitskompetenz:
Die eigene Persönlichkeit stetig weiterentwickeln, sowie durch Offenheit für Neues und die Bereitschaft zur Verantwortung wachsen und an Flexibilität gewinnen.

3. Methodenkompetenz:
Den effizienten Einsatz von Methoden aus unterschiedlichen Fachgebieten nicht nur kennen, sondern qualifiziert anwenden können.

4. Fachkompetenz:
Die jeweils erforderlichen Fachqualifikationen in der nötigen Tiefe beherrschen. Der schnelle Wandel an den Arbeitsplätzen zwingt dabei zur regelmäßigen Anpassung, also zu einem stetigen Qualifizierungs-up-date.

Multimedia ist die Verknüpfung verschiedenster Medien zu einer interaktiven Applikation. Zur Umsetzung wird ein leistungsfähiges Autorensystem benötigt.

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